7. September 2020 | News

Kampf mit stumpfen Waffen bei der GT4 European Series auf dem Nürburgring – RN Vision STS Racing Team trotzdem weiterhin Tabellenführer!

Das dritte Rennwochenende der GT4 European Series entpuppte sich für das RN Vision STS Racing Team aus Mönchengladbach zu einer anstrengenden Tortur. Doch trotz ungünstiger BOP-Konstellation im Feld, schaffte es die Mannschaft am Ende um Gabriele Piana und Bas Schouten mit guten Punkterängen die Tabellenführung im Silver-Klassement zu verteidigen. Im Schwester BMW erkämpften sich Mark van der Aa und Koen Bogaerts ebenfalls weitere Meisterschaftspunkte.

Mühevoll Punkte gesammelt mit achten Platz und ein Ausfall

Der traditionsreiche Nürburgring Grand-Prix Kurs inmitten der grünen Eifel gelegen, bildete den Austragungsort für Lauf fünf und sechs der diesjährigen GT4 European Series Saison. Was das Team bereits vorausgesagt hatte, wurde zur bitteren Wahrheit: Der BMW und die BoP (Balance of Performance) waren nicht für den Nürburgring gemacht, weshalb das Team am Wochenende mit einigen Hürden zu kämpfen hatte.
In den Trainings schlugen sich die Fahrer wacker. Qualifying eins bescherte Bas Schouten im #111 BMW M4 GT4 den fünften Startplatz, der eine gute Ausgangslage für den ersten Lauf war.

Kaum war der Startschuss am Samstag gefallen, ging es auch schon hart ins Rennen. Bas Schouten kämpfte sichtlich mit der Pace und hielt tapfer die Konkurrenten hinter sich. Dieser Fauxpax wurde von der Rennleitung nachträglich mit einer „10-seconds-penalty“ bestraft. Dies führte am Ende des Tages zu einer Wertung der beiden Tabellenführer auf Rang acht gesamt (P6 Silver Klassement).  Auch Gabriele Piana, der den RN Vision STS Racing Team BMW nach der Rennhälfte übernahm, musste diesmal mehr als kämpfen, um seine Position zu halten. „Wir alle haben gesehen, dass die BMW am Wochenende deutlich unterlegen waren“, so Piana. „Im Mittelfeld zu kämpfen ist immer schwierig. Ich bin meine Stints komplett am Limit gefahren. Mir ist dann leider auch noch ein Fehler im Kampf mit einem McLaren unterlaufen, das führte noch zu einem weiteren Positionsverlust. Mit der Strafe durch die Rennleitung im Nachgang, hatte es jedoch keine Auswirkung auf das Ergebnis.“
Weniger Glück hatten die beiden BMW Piloten Mark van der Aa und Koen Bogaerts im Schwester BMW: Mit Startplatz 13 musste sich Mark van der Aa beim Start zunächst gegen das starke Feld behaupten. „Ich hatte einen guten Start und konnte sofort einige Positionen gutmachen“, resümiert der Niederländer. „In der zweiten Kurve bin ich dann allerdings zu weit rausgekommen, sodass zwei Konkurrenten an mir vorbeizogen.“ Kurz darauf erkämpfte er sich diese wieder zurück. Jedoch noch bevor es zum Fahrerwechsel ging, streikte das Differential am BMW. Das frühe Aus durch einen technischen Defekt in Lauf eins für die beiden Niederländer.

Beim Sonntagslauf zweimal in die Punkte

Sonntagmorgen ertönte erneut das Sginal „Green, Green, Green“ aus dem Funk. Gabriele Piana ging von Platz vier ins Rennen und holte das Maximale aus dem BMW mit der auffälligen Folierung heraus. Sichtlich kämpfend mit unterlegenem Material, musste er von Beginn an verteidigen. Bas Schouten übernahm nach einem erfolgreichen Fahrerwechsel das Steuer und sah als gesamt Siebter die Ziellinie. Mit Rang vier im Silver-Klassement auch nur einen Platz hinter einem Podiumserfolg. „Wir hatten ein schwieriges Wochenende“, fasst Bas Schouten zusammen. „Ich selbst habe gemerkt, dass mir mit stark abbauendem Grip zum Rennende noch Pace im Vergleich zu Gabi fehlt. Da muss ich an mir noch etwas an mir arbeiten. Trotz allem hatte ich viel Spaß am Wochenende und ich hoffe, dass wir in Zandvoort – auf meiner Heimstrecke – wieder eine Trophäe mitnehmen können.“ Immerhin: Die beiden Punkteergebnisse verhalfen dem RN Vision STS Racing Team Duo zur Verteidigung der Fahrerwertung.

Die beiden Teamkollegen Koen Bogaerts und Mark van der Aa erfreuten sich ebenfalls über weitere Meisterschaft-Punkte. Bogaerts ärgerte sich anfangs noch über das Qualifying und seinen 15. Startplatz: „Wir haben versucht, das Beste herauszuholen. Trotzdem haben mir im Qualifying fünf Zehntel gefehlt. Ich muss versuchen daran zu arbeiten und auf den Punkt schneller zu werden.“ Nach einem schnellen Rennstart fiel es ihm mit fehlender Leistung schwer, die Rennpace zu finden und mithalten zu können. Viele Verteidigungsmanöver hielten ihn davon ab, nach vorne attackieren zu können. Nach einem fehlerfreien Fahrerwechsel sahen die Beiden die Ziellinie als gesamt Neunter und fünfter im Silver-Klassement. Punkte als Schadensbegrenzung für den Kampf mit stumpfen Waffen.

Kampf mit stumpfen Waffen gemeistert – Nächster Halt: Zandvoort

Das Wochenende am Nürburgring hatte für das RN Vision STS Racing Team einige Ups and Downs. Chancengleichheit für alle Teilnehmer mit unterschiedlichen Fabrikaten herzustellen ist sicherlich keine leichte Aufgabe.
Hier das Resümee von Team-Manager Veit-Valentin Vincentz zur Halbzeit in der GT4 European Series: „Vergangenes Wochenende mussten sich alle BMW im GT4 European Series Feld geschlagen geben. Ein wenig schade, da sich schon in Misano ein Ungleichgewicht darstellte. Ich hatte gehofft, dass wir für den Nürburgring wieder auf dem Niveau der anderen Hersteller eingestuft werden. Die Fahrer waren am absoluten Limit unterwegs und hatten nicht ansatzweise die Chance um das Podium und damit um meisterschaftsentscheidende Punkte zu kämpfen. Warum die Entscheidung seitens der SRO getroffen wurde, dass wir mit weniger Leistung fahren müssen, ist für uns sehr schwierig nachzuvollziehen, da es genau die fünf Zehntel pro Runde gewesen wären, die uns zumindest die Möglichkeit gegeben hätten zu kämpfen. Unabhängig von der Dissonanz am Nürburgring, können wir auf eine Runde und mit einem neuen Reifen mit Mühe im Qualifying noch auf Augenhöhe kämpfen, jedoch auf die Distanz sind wir nicht konkurrenzfähig. Ich bin etwas verwundert, da in den vorherigen Jahren die SRO immer einen top ausgeglichenen Sport ermöglicht hat. Wir hoffen stark, dass wir für Zandvoort weniger benachteiligt sind. Wir wollen keine „Sieg-Garantie“, wir wollen nur ein gleiches Niveau unter den Herstellern und Chancengleichheit auf der Strecke. Wir haben zwei Rennen keine Möglichkeit auf einen Sieg gehabt, auch wenn wir fehlerfreie Performance abgeliefert haben. Nur mit dem Pech der anderen Teams stehen wir noch da, wo wir jetzt sind. Aus eigener Kraft, wäre das nicht möglich gewesen.
Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf Zandvoort und die zweite Hälfte der Saison und bin sehr stolz auf die komplette Mannschaft, dass wir trotz aller Widrigkeiten noch als Tabellenführer in die Niederlande reisen dürfen!“

Ende September (25.-27.09.2020) führt das nächste Rennwochenende zum Circuit Park Zandvoort in die Niederlande – Heimstrecke der drei von vier RN Vision STS Racing Fahrer. An der Nordseeküste ist sich das Team sicher, den ein oder anderen Podiumserfolg wieder einzuheimsen.

English version:

After fighting at a disadvantage in the GT4 European Series on the Nürburgring, the RN Vision STS Racing Team still leads the rankings!  

The third racing weekend in the GT4 European Series turned out to be arduous for the RN Vision STS Racing Team from Mönchengladbach. But notwithstanding an unfavorable BoP constellation in the field, the team around Gabriele Piana and Bas Schouten ultimately managed to defend its leading position in the silver classification with good point rankings. Mark van der Aa and Koen Bogaerts also garnered additional championship points in the sister BMW.

Painfully scoring points with eighth place at Saturday

The traditional Nürburgring grand prix course in the midst of the green Eifel served as the venue for races five and six in this year’s GT4 European Series season. What the team had already predicted became a bitter reality: Since the BMW and the BoP (balance of performance) were not made for the Nürburgring, the team fought hard to overcome some hurdles on the weekend.
The drivers battled valiantly in training. Bas Schouten in the BMW M4 GT4 #111 secured the fifth starting position in the first round of qualifying, a good place to be for the first race.

It was a hard race on Saturday as soon as the starting shot was fired. Bas Schouten visibly grappled with the pace and valiantly kept competitors behind him. In Bit-Kurve 1 there was a contact with the Allied Racing Porsche. This faux pas was subsequently penalized with a 10-second penalty by racing management. At the end of the day, this put the two ranking leaders in eight place overall (P6 Silver classification).  Gabriele Piana, who took over the RN Vision STS Racing Team BMW at the halfway point in the race, also had to fight harder to maintain his position this time. “We all saw that the BMWs were clearly outmatched on the weekend,” Piana said. “Competing in the middle of the field is always tough. I drove my stints hard at the limit. Unfortunately I also made a mistake in the fight with a McLaren. That cost the loss of another position. With the penalty imposed by racing management, it did not however affect the result in the end.”
The two BMW drivers Mark van der Aa and Koen Bogaerts in the sister BMW were not as lucky: With starting position 13, Mark van der Aa initially had to battle a strong field at the start. “I got off to a good start and was able to move up a few positions right away,” the Dutchman sums up. “But then I got too far to the outside in the second curve, so that two competitors passed me.” He fought hard and quickly made up those losses. Unfortunately, the BMW’s differential failed before the driver change. That meant the two Dutchmen dropped out of the first race early due to a technical defect.

Points scored twice in Sunday’s race

The signal “Green, Green, Green” was heard again over the radio on Sunday morning. Gabriele Piana entered the race in position four and got the most out of the BMW with the striking decals. Clearly outmatched and struggling, he was in defensive mode from the outset. Bas Schouten took the wheel after a successful driver change and crossed the finish line in seventh place overall. With fourth place in the silver rankings, that was just one position shy of getting on the podium. “We had a difficult weekend,” Bas Schouten says in summary. “I myself noticed that my pace was lacking compared to Gabi with the severely decreasing grip towards the end of the race. That is something I still need to work on. Yet I had a lot of fun on the weekend and hope we are able to win another trophy on my home course in Zandvoort.” Anyhow, scoring the two sets of points helped the RN Vision STS Racing Team duo defend the driver ranking.

Team colleagues Koen Bogaerts and Mark van der Aa also garnered additional championship points. Initially, Bogaerts was riled about qualifying and his starting position in 15th place: “We tried to get the most out of it. Nevertheless, I was five-tenth short in qualifying. I will have to work on that and get faster.” After a fast start to the race, the lack of power made it difficult for him to find the racing pace and keep up. Numerous defensive maneuvers prevented him from attacking to the front. After a flawless change of drivers, the duo crossed the finish line in ninth place overall and fifth in the silver rankings. Points as damage control while fighting at a disadvantage.

Fighting at a disadvantage mastered – next stop: Zandvoort

The weekend on the Nürburgring had some ups and downs for the RN Vision STS Racing Team. Establishing equal opportunities for all participants driving vehicles of different makes is surely not an easy task. At the halfway mark of the GT4 European Series, team manager Veit-Valentin Vincentz sums it up like this: “This past weekend, all BMWs in the GT4 European Series field had to admit defeat.
It’s a bit of a shame, since an imbalance had already emerged in Misano. I had hoped we would be rated at the level of the other manufacturers again for the Nürburgring. The drivers were operating at the absolute limit, but did not have the slightest chance to get on the podium and therefore to compete for crucial championship points. Why the SRO decided that we had to operate with less power is very difficult for us to comprehend. Five-tenths per lap is exactly what we would have needed in order to at least have a fighting chance. We are still able to fight as equals for one lap in qualifying, with a great deal of effort, but we are not competitive over the long haul. I am a bit bewildered, since the SRO always provided a top-rate, well-balanced sport in previous years. We hope that we are less disadvantaged for Zandvoort. By no means are we looking for a “guaranteed win”. We just want to be at the same level as the other manufacturers, with equal opportunities on the course. In two races, we had no chance of winning even when our performance was flawless. Only thanks to bad luck of the other teams are we still in our current position. This would not have been possible under our own steam.
Nevertheless, we are looking forward to Zandvoort and the second half of the season. I am very proud of the entire team as we head for the Netherlands, still leading the rankings in spite of all adversity!”

The next racing weekend is being held at Circuit Park Zandvoort in the Netherlands – the home course of three out of four RN Vision STS Racing drivers – at the end of September (25-27 September 2020). The team is confident of winning one or more podium placements on the North Sea coast.

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